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Forum www.handballschiri.com Allgemeines Allgemeines Board Der jährliche Krampf – oder: gut geschummelt ist halb bestanden |
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Thema: [ - Antworten - ] |
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| 05.11.2006, 10:13 Uhr Lars Posts: 97 [Administrator] ![]() | Ein Bericht von Lars Kimpel Die jährliche Prüfung der Handballschiedsrichter – Soll- und Ist-Zustand Ab einer bestimmten Klasse müssen Handballschiedsrichter jährlich einen Test absolvieren, der aus einem theoretischen („Regeltest“) und einem praktischen Teil („Lauftest“) besteht. Welche Ziele damit verfolgt werden, ist klar: Physische und psychische Fitness. Die Spreu soll vom Weizen bzw. die regelfesten und fitten von den regelunsicheren und „unfitten“ getrennt werden. Außerdem kann der Test „förderungswürdige“ Schiedsrichter/Gespanne zu Tage fördern. Schiedsrichter, die den theoretischen und praktischen Teil mit Bravour meistern. Schiedsrichter, die hingegen den theoretischen und/oder praktischen Teil nicht bestehen, dürfen die nächste Saison nicht pfeifen (wird auf jeden Fall immer vom Schiedsrichterwart behauptet). Soweit so gut. Aber wie sieht das genau in der Praxis aus? Theoretische Prüfung Hier müssen 30 Regelfragen aus einem Fragenkatalog von ca. 330 Fragen in 45 Minuten unter Klausurbedingungen (Unterhaltungen und Abgucken sind verboten) beantwortet werden. Der Fragenkatalog ist keine geheime Verschlusssache, so dass jeder Schiedsrichter sich diesen besorgen (z.B. auf handballschiri.com unter „Downloads“) kann und somit eine intensive Vorbereitung auf den Test möglich ist. In der Praxis kann man ganz und gar nicht von Klausurbedingungen sprechen. Einige Schiedsrichter unterhalten sich und diskutieren die Antworten. Die Schiedsrichter, die sich konzentrieren möchten, werden immens gestört und teilweise noch durch unqualifizierte Bemerkungen irritiert. Unterbunden werden diese Störfaktoren von den Prüfern ganz und gar nicht und Schiedsrichter, die sich nicht auf die Prüfung vorbereiten haben, kommen durch Fragen und Abgucken doch irgendwie durch. Praktische Prüfung Grundsätzlich müssen die Schiedsrichter einen Lauftest absolvieren, bei dem 2400m in oder unter 12 min gelaufen werden müssen. Dieser Test basiert auf dem „Cooper-Test“, bei dem geschaut wird wie viel Meter der Läufer in 12 min schafft. Hier gibt es aber noch ein paar sinnvolle Ausnahmen - Je nach Alter bekommt man einen Zeitbonus - Schiedsrichter unterer Kader können die 2400m auch in 13 min laufen - Für untere Kader kann auch der alternativ angebotene Jo-Jo-Test gelaufen werden. Der Jo-Jo-Test ist ein in der Sporthalle aufgebauter Parcours, der vorwärts, seitwärts und rückwärts gelaufen absolviert werden muss und somit den Bewegungen eines Schiedsrichters während des Spiels ziemlich nah kommt. Der Parcours wird mit Fähnchen aufgebaut, welche umlaufen werden müssen. Einige Schiedsrichter kürzen aber gerne mal ab, in dem sie nicht außen am Fähnchen vorbeilaufen sondern innen. So spart jedes Mal ein paar Meter und das summiert sich ganz schön. Beliebt ist auch Bahnen nicht komplett zu laufen. Das spart ja auch wieder jede Menge Meter und vor allen Dingen Zeit. Eine Kontrolle bzw. Unterbindung der „Prüfer“ gibt es natürlich auch wieder nicht. Mehr noch: Hat ein Schiedsrichter die benötigte Zeit nicht geschafft (egal ob geschummelt oder nicht), dann wird halt eine entsprechende Zeit aufgeschrieben. Oft wird der Jo-Jo-Test belächelt, weil ihn „ja eh jeder besteht“. Angeblich kann man ihn – im Gegensatz zum 2400m-Lauf – ohne Vorbereitung bestehen. Ich bin aber der Meinung, dass eine Vorbereitung notwendig ist; auf jeden Fall, wenn man den Test korrekt läuft. Fazit Die Schiedsrichter, die sich auf den Test vorbereiten, und diesen auch ohne Probleme bestehen, kommen sich veräppelt vor und sehen, dass es auch ohne Vorbereitung geht. Dies führt dazu, dass die Motivation für die Vorbereitung sinkt, weil man ja sowieso irgendwie durchkommt. Auch Schiedsrichter, die den Lauftest nicht bestanden haben, werden in der Regel ganz normal eingesetzt (auch wenn gesagt wurde, dass Schiedsrichter nicht eingesetzt werden, solange der Lauftest nicht erfolgreich absolviert wurde). Spätestens im Spiel wird sich aber die mangelnde Regelkenntnis und die körperliche (Nicht-)Leistungsfähigkeit („Konzentration kommt von Kondition“) zeigen und zu Fehlentscheidungen führen! Verbesserungsmöglichkeiten Durch folgende einfache Maßnahmen könnte man schon einige der schwarzen Schafe aussortieren bzw. dazu bringen sich besser vorzubereiten und gleichzeitig die Motivation - Schärfere Kontrolle beim theoretischen und praktischen Test (echte Prüfungsbedingungen herstellen) - Härteres Durchgreifen (d.h. wer schummelt, hat den Test nicht bestanden bzw. wer den praktischen Test nicht besteht, pfeift solange nicht, bis er den Test bestanden hat!) - Höhere Gewichtung der Tests bei der Beurteilung für Auf- oder Abstieg. Theoretischer und praktischer Test sind derzeit bei der "Auf- oder Abstiegsformel" ganz gering gewichtet. Eine höhere Gewichtung könnte auch die Motivation aller Schiedsrichter erhöhen. Wie sind deine Erfahrungen und deine Meinung? [ Zitatantwort - edit ] |
| 05.11.2006, 13:16 Uhr Carlo Posts: 13 Rang: Stallbursche | Hallo Lars! Ich finde deine Kritik angemessen und in der Sache völlig richtig. Wir wollen auf der einen Seite unseren Qualitätsstandard erhöhen und tun auf der anderen Seite nicht alles dafür. Dazu gehörte nämlich auch die Kontrolle bei Regel- und Lauftest. Allerdings bin ich der Meinung, dass der Regeltest durchaus vom Gespann gemeinsam gelöst werden sollte/könnte, denn man steht auch gemeinsam auf der Platte. Zum Lauftest merke ich an, dass der Jojo-Test von der Uni Kopenhagen s p o r t a r t g e r e c h t entwickelt worden ist und er in der Tat den Anforderungen während des Spiels eher entspricht als der Cooper-Test. Und hier wären wirklich Sanktionen notwendig, denn auch ich beobachte die Schummelei vieler Kollegen! Ciao - Carlo [ Zitatantwort - edit ] |
| 06.11.2006, 11:27 Uhr Thorsten Posts: 16 [Moderator] | Ja Hallo erst mal... ich stimme Dir voll und ganz zu, dass Gespanne den Test zusammen erarbeiten sollen. Gegebenenfalls kann man dabei den Druck ja durch die Anzahl der Fragen erhöhen. Lars und ich hätten auf jeden Fall keine Probleme, da wir uns immer sehr intensiv auf die Saison vorbereiten. Umsomehr ärgert es mich natürlich, dass der Vorbereitungslehrgang eigentlich völlig in Frage gestellt werden muss. Anmerken möchte ich hier auch noch den Missbrau des sogenannten Nachzüglerlehrgangs. Hier werden nur noch Regeltest und Lauftest durchgeführt. Ist auf der einen Seite natürlich Sinnvoll, da immer mal was bei den regulären Terminen passieren kann und man auf den Nachzüglerlehrgang angewiesen ist. Meiner Ansicht nach, kann es aber nicht sein, dass sich Schiedsrichter ganz bewußt nur auf diesen Lehrgang stürzen, weil es ja wesentlich bequemer ist. Keine Lehrarbeit, einfach kommen und Test ablegen, fertig. Die Aussage eines Kollegen "..warum soll ich mich den einen Tag lang das Geschwätz anhören, wenn ich hier das wesentliche erledigen kann" hat mich doch sehr geärgert. Ich denke man sollte sich für diesen Lehrgang etwas einfallen lassen in Bezug auf Nachweisung über Fehlen beim regulären Lehrgang und in der Konsequenz für das/den betreffende/n Gespann/Kollegen. Nichts desto Trotz werden wir uns weiterhin richtig vorbereiten, da es uns selbst einfach ein gutes und sicheres Gefühl gibt. Thorsten [ Zitatantwort - edit ] |
| 06.11.2006, 14:08 Uhr Carlo Posts: 13 Rang: Stallbursche | Hallo Thorsten, du hast absolut Recht mit deiner Sichtweise des Nachzüglerlehrgangs und ich stimme dir in deinen Forderungen zu diesem uneingeschränkt zu. Doch dürften in erster Linie finanzielle Gründe dafür Ausschlag gebend sein, dass man sich die notwendige Lehrarbeit bei solchen "Lehrgängen" spart. Zur pädagogischen Seite des Ganzen merke ich an, dass es uns an Perspektiven magelt; wir stehen Jahr vor Jahr vor der Tatsache, dass wir uns als das 5. Rad am Wagen ansehen lassen müssen, als notwendiges Übel, und dass wir für unseren Idealismus letzten Endes zuzahlen, wobei ich dies nicht allein finanziell, sondern auch emotional/psychisch meine. Dies könnte der Grund dafür sein, dass es unsere Oberen langsam angehen lassen. Letzte Bemerkung: Weiter so mit kritischen Impulsen! Ciao - Carlo [ Zitatantwort - edit ] |
| 07.11.2006, 16:38 Uhr Lars Posts: 97 [Administrator] ![]() | Hallo Carlo, hallo Thorsten! Dass Gespanne den theoretischen Test zusammen machen können, finde ich sehr sinnvoll. Im Spiel sollte ja auch eine gemeinschaftliche Entscheidung getroffen werden. Lars [ Zitatantwort - edit ] |
| 21.11.2006, 11:44 Uhr HeikoM Posts: 2 Rang: Frischfleisch | Hallo Lars, ich habe bisher die selben Erfahrungen gemacht, was mich leider auch immer wieder ärgert und mich zumindestens bei der theoretischen Prüfung meine Meinung stärkt, daß die Schiedsrichtergespanne die theoretische Prüfung alleine ablegen sollten. In vielen Bundesländern wird dieses auch praktiziert. Mit der Begründung man pfeift ja zusammen und muß gemeinsam Entscheidungen treffen ist nicht auf das theoretische Wissen des Einzelnen abgestimmt. Ich habe selbst die Erfahrung machen müssen, daß mein Partner zu schwach in der Theorie war, er auch noch lernfaul war und sich dann auf mich in der Prüfung verlassen wollte, ging dann spätestens auf dem Platz nach hinten los. Ich mußte meinen kollegen beim Spiel dermaßen korrigieren, sonst hätte es Einspruchgründe gegeben. Man kann doch bei der Prüfung erkennen, wo der Partner noch Schwächen hat und diese im Nachhinein korrigieren. Bei uns werden die beiden theoretischen Prüfungsergebnisse gemittelt und kann somit die schwächere Punktzahl auffangen. Ich habe 8 Jahre lang im Bezirk HHV Bergstrasse gepfiffen und kann deine Erfahrungen voll und ganz bestätigen. Hier in Schleswig Holstein läuft es Gott sei Dank schon anders. Mit sportlichen Grüßen Heiko [ Zitatantwort - edit ] |
| 21.11.2006, 13:11 Uhr Carlo Posts: 13 Rang: Stallbursche | Moin Leute, ich finde es sehr gut, dass so langsam eine Diskussion in Gang kommt über das Wie eines Vorbereitungs-/Nachzüglerlehrgangs. Klar, eine gemeinsame Prüfung in Regelfragen hat Vorteile gegenüber dem Ausfüllen durch das Gespann, denn in der Tat könnte sich einer auf den anderen verlassen. Dies wäre aber ein Fall für den anderen, der offen das Verhalten des Kollegen/der Kollegin kritisieren sollte. In einem sind wir uns aber bis jetzt einig: Beim Lauftest darf nicht geschummelt werden können und zum Nachzüglerlehrgang gehört auch die wichtige Lehrarbeit. Und - zur Lehrarbeit gehört auch die richtige Ausrüstung: Laptop, Beamer, große Leinwand einschließlich der Möglichkeit, Videoszenen in Zeitlupe und mit Standbildern zeigen/sehen zu können. Bei der Gelegenheit eine weitere Beobachtung, die nicht nur im Fußball zu machen ist: Wir haben am vergangenen Wochenende zwei Spiele gepfiffen, die unentschieden (27:27) bzw. knapp (34:33) ausgingen. Was wir dabei seitens der Trainer, Spieler und Zuschauer erleben durften, war schlimmer denn je. Offenbar erhöht die wirtschaftliche Situation, die von Verlust bzw. Angst um den Verlust des Arbeitsplatzes beherrscht wird, die Bereitschaft zur verbalen und sogar körperlichen Aggression. Unsere Aufgabe als Schiedsrichter wird immer schwieriger und erfordert immer mehr physisches und psychisches Können. Wo aber bleibt die Anerkennung? Auch ein Grund dafür, dass viele junge Schiedsrichter auf der Strecke bleiben... Carlo [ Zitatantwort - edit ] |
| 23.11.2006, 14:41 Uhr Lars Posts: 97 [Administrator] ![]() | Hallo HeikoM! Wie läuft es denn in Schleswig-Holstein? Wird schummeln bestraft? Wenn ich den Lauftest nicht bestehe, darf ich dann WIRKLICH nicht pfeifen? Würde mich mal interessieren! Danke schon mal im Voraus, Lars [ Zitatantwort - edit ] |
| 26.11.2006, 12:33 Uhr HeikoM Posts: 2 Rang: Frischfleisch | Hallo Lars, also in der Oberliga in Schleswig-Holstein ist es auf alle Fälle so, daß der Lauftest bestanden werden muß, damit man pfeifen darf. Auf Bezirksebene wurde es dieses Jahr nicht so streng gesehen, da wir nur 12 Minuten am Stück laufen sollten ohne Rücksicht auf die Länge von 2400 Meter. Man konnte sogar sparzieren gehen. Aber die Theorie hat jeder alleine zu machen. Einzelschiries müssen den test mit 70% bestehen, und bei Gespannen kann der Bessere den Schlechteren retten. Diese Art finde ich dann ok, da man beim Schlechteren sehen kann, wo seine Schwächen liegen und somit daran arbeiten kann. Beim Lauftest kann nicht geschummelt werden, dafür stehen genug Helfer zur Verfügung und die anderen Läufer passen mit auf(Neid), daß alle richtig laufen. Bei der theoretischen Prüfung sitzen wir alle weit genug auseinander. Wir können die Prüfer fragen bei Unklarheiten und werden meist auf den richtigen Weg geleitet, aber ohne Schummeln. Ab nächster Saison wird es bestimmt interessanter im bezirk, da die 4 Bezirke in Schleswig Holstein aufgelöst werden und in 3 Landesligaebenen umstrukturiert werden. Bis demnächst mal wieder Mit "sportlichen Pfiffen" Heiko [ Zitatantwort - edit ] |
| 07.12.2006, 20:15 Uhr Schiri Posts: 1 Rang: Frischfleisch | Hallo, ich bin SR in Rheinhessen. Bei uns ist es so, dass der C-Kader gar keinen Lauftest machen muss, der B-Kader muss laufen (aber nicht bestehen, dann gibt es eben Minuspunkte) und der A-Kader muss laufen und bestehen. Den Regeltest mussten wir in diesem Jahr nun in 30 Miuten machen. Die SR waren alle super vorbereitet. 50 % sind durchgefallen (darunter auch 2 A-Kader-Gespanne). Also gab es natürlich einen Nachtermin und die entsprechenden Gespanne bekommen nur Minuspunkte. Ich fände es gut, wenn bei uns in Rheinhessen alle Gespanne einen Lauftest machen müssten, damit sie wirklich fit in die Saison gehen. Außerdem solle es keine Nachtermine mehr geben. Denn das geht auf die Motivation der Gespann, die sich vorbereiten. Sorry, dass ich mich anonym anmelde. Aber die Diskussion in solchen Foren wird bei uns nicht gerne gesehen. Es gibt Kollegen und Kolleginnen, die wegen sachlich geführter Diskussionen im HVR-Forum einen Rüffel bekommen haben. Dann "Gut Pfiff" für die weitere Saison. [ Zitatantwort - edit ] |
| 08.12.2006, 08:55 Uhr Carlo Posts: 13 Rang: Stallbursche | Moin Leute, ich habe zwei Anmerkungen zu der langsamen, aber inhaltlich interessanten Diskussion: 1. Die Vereine und Verbandsvorstände erwarten von uns Qualität. Wir sind bereit, unsere Qualität zu verbessern, fordern hierfür jedoch eine größere Unterstützung und - last not least - finanzielle Aner- kennung. Also faire Tests und Nachzüglerlehrgänge mit dem vollen Programm! P.S.: Ich glaube nicht, dass angesichts der enormen Belastung im Erwerbsleben auf Nachzüglerlehrgänge verzichtet werden kann. 2. Dass man auf der oberen Etage unsere engagierte Diskussion verfolgt, kann nichts schaden. Dass es aber schon so weit geht, uns mit Rüffeln/Sanktionen zu kommen, das ist ein Skandal! In diesem Sinne hoffe ich, dass die oberen Etagen noch viel zu lesen bekommen. Euer Carlo [ Zitatantwort - edit ] |
| 08.12.2006, 09:51 Uhr Thorsten Posts: 16 [Moderator] | Ja ja, die Oberen. Eine kleine Geschichte hierzu am Rande: Ich erhielt in der letzten Woche vom HHV eine Mail, in der ich aufgefordert wurde meinen Schiedsrichterausweis zwecks Verlängerung umgehend einzureichen; er sei abgelaufen. Ich finde den Service ja nicht schlecht, denn wann schaut man schon auf die Gültigkeit seiner Ausweise. Dumm ist nur, wenn man seine Unterlagen nicht geordnet hat, denn mein Ausweis wurde bereits Anfang des Jahres bis 2009 verlängert. Darüber hinaus habe ich mich über den Ton der Mail maßlos geärgert. Da wurde gleich mit Streichung aus der Schiedsrichterliste und Bestrafung des Vereins gedroht. Wenn man weiterhin so mit "Freiwilligen" umgeht, werden die "Oberen" bald doch selbst zur Pfeife greifen müssen. Ob die die Regeln beherrschen???? Viele Grüße Thorsten [ Zitatantwort - edit ] |
| 08.12.2006, 10:47 Uhr Carlo Posts: 13 Rang: Stallbursche | Moin Thorsten, der Ton des Schreibens passt zur Einstellung der Verfasser: Wir sind halt ein notwendiges Übel und weit davon entfernt, als gleichberechtigte Partner angesehen und behandelt zu werden. Und: Ich kenne da einen Oberen, der sicherlich nach den Regeln des Feldhandballs pfeifen würde, wenn es ihn denn an die Pfeife verschlüge... Nix für ungut! Ciao - Carlo [ Zitatantwort - edit ] |
| 12.12.2006, 13:55 Uhr Carlo Posts: 13 Rang: Stallbursche | Moin Leute, ich habe auch noch eine interessante Neuigkeit zum Thema Lauf- und Regeltest bzw. Vorbereitung auf die neue(n) Runde(n): Dem Vernehmen nach gibt es zwei Wege, um zumindest in der Oberliga zu pfeifen, nämlich 1. Du bereitest dich vor und bestehst den Lehrgang a) ohne zu schummeln b) mit schummeln 2. Du übernimmst Verantwortung und wirst SR-Wart, SR-Ansetzer usw., dann bist du so wichtig, dass du dir wenigstens den Lauftest sparen kannst. Wenn das stimmt, dann frage ich mich, weshalb ich als Lehrwart immer Methode 1 praktiziert habe. Ciao - Carlo [ Zitatantwort - edit ] |
| 13.12.2006, 22:06 Uhr JB Posts: 5 Rang: Frischfleisch | Hallo Lars, hallo Carlo, zunächst mal finde ich Eure Beiträge qualitativ hervorragend. Endlich mal ein Forum, bei dem die Schiedsrichter sich vernünftig austauschen können und nicht von irgendwelchen "Experten" verunglimpft werden. Ich bin derzeit SR im A-Kader des HHV und habe auch am Lehrgang in Grünberg teilgenommen. Zum Lauftest: Wir (mein Partner und ich) haben uns intensiv vorbereitet und deshalb auch problemlos die 2400m innerhalb der vorgeschriebenen Zeit gelaufen. Man kann sich nun streiten, ob der Cooper-Test die wirklichen Belastungen während eines Spiels abdeckt. Jedoch ist er ein Gradmesser über die körperliche Fitness und die ist nun mal Voraussetzung für eine gute Spielleitung. Wenn ich eine bestimmte Klasse pfeifen will, muss ich eben die Kriterien des Verbands erfüllen, egal ob sie mir gefallen oder nicht. Punkt. Zum Regeltest: Auch hier haben wir uns intensiv vorbereitet, 327 IHF-Fragen "durchzuackern" ist schließlich kein Pappenstiel. Selbstverständlich kann man auch mit weniger Aufwand durchkommen, allerdings sind auch diese Fragen ein Gradmesser über die Regelfestigkeit eines Schiedsrichters. Und die wird zunehmend von Bedeutung, da es die bedauerliche Tendenz der Vereine gibt, ein sportlich verlorenes Spiel am grünen Tisch wieder zu gewinnen. Da kann man 59 min super pfeifen, ein Regelverstoß, und alles ist dahin. Zur Gewichtung: Auch hier kann man sich darüber streiten, allerdings ist nur ein(!) Maluspunkt eine Menge Holz, da die guten Gespanne sehr eng beieinander liegen. Um aufzusteigen, sind null Maluspunkte Pflicht. Ob eine höhere Gewichtung die Motivitation der Schiedsrichter fördert, lasse ich mal dahingestellt, zumal alle Schiedsrichter in dem Regeltest sehr gut abgeschnitten haben. Übrigens habe ich auch kein Problem damit, meinen Namen zu nennen. Wenn in diesem Forum diskutiert werden soll, dann offen und ehrlich. Viele Grüße Jens Brocker PS: "Schwarze Schafe" sind wir alle, Betrüger aber auf keinen Fall. ;-))) [ Zitatantwort - edit ] |
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